Was ist der Kasseler Fotofrühling?
Was bietet das Kasseler Fotobuchfestival?
Der Kasseler Fotofrühling bietet ein Forum für Gedankenaustausch und Information in Sachen Fotografie. Die Organisatoren, das Kasseler Fotoforum e.V. und (bis 2009) die Kunsthochschule Kassel, haben diese Veranstaltung von Anfang an unter ein bestimmtes Thema gestellt. Beim ersten Mai, 2005, stand die Beschäftigung mit der digitalen Fotografie im Mittelpunkt („Das Verschwinden der Dinge im Virtuellen“). 2006 war das Thema „Fotografie und Karriere“, 2007 lautete es „Vollkommene Fotografie“ - es ging um den Qualitätsbegriff in der Fotografie. Seit 2008 dreht sich alles um das Fotobuch, ein Thema, dem wir auch durch den neuen, erweiterten Titel als Internationales Fotobuch Festival Rechnung getragen haben. 2010 fand die Veranstaltung erstmals in der großzügigen documenta-Halle in Kassel statt. Damit konnten wir die bewährte Programmstruktur um die Verleihung von Preisen für die besten Fotobuch-Dummys und die besten bei den Mappenschauen gezeigten Arbeiten sowie ein zusätzliches Angebot an kunst- und fotobuchhistorischen Vorträgen und verbesserte Ausstellungsmöglichkeiten erweitern.
Wir bemühen uns um kompetente Referenten, die uns ihre Sicht auf das Thema vermitteln. 2005 waren zu Gast die Fotografen Frank-Heinrich Müller und Lukas Roth sowie die Medienwissenschaftler Dr. Wolfgang Hagen. 2006 referierten Celina Lunsford, Dr. Martina Mettner und Wolfgang Pfaffe. 2007 waren u.a. Barbara Klemm, F.C. Gundlach, Michael Reisch, Hans Hansen, Markus Schaden und Hans-Michael Koetzle dabei. 2008 waren u.a. Martin Parr und John Gossage und 2009 Gerry Badger, Jeff Ladd und Krass Clement in Kassel. 2010 erwarten wir u.a. Paul Graham, Rinko Kawauchi, Rob Hornstra, Alec Soth und Mikhail Karasik. 2011 sind Programmschwerpunkte zu Fotobüchern aus Lateinamerika und Deutschland geplant.
Einen bleibenden Eindruck hinterließ der Auftritt des großen Fotografen Will McBride, der zum Fotofrühling 2006 nicht nur sein Lebenswerk in Form eines hinreißenden Vortrages vorstellte, sondern auch aktuelle Arbeiten - überwiegend Gemälde - zeigte.
Seit 2006 gehören Portfoliosichtungen zum Programm des Fotofrühlings. Neben Worten gibt es immer auch Bilder. 2007 war eine von Prof. Bernhard Prinz kuratierte Präsentation von Arbeiten Essener, Kasseler und Leipziger Fotostudenten zu sehen. 2008 konnten wir die Ausstellung „pages“ aus Rotterdam das erste Mal in Deutschland präsentieren, 2009 gab es mit „Marks of Honour“ eine weitere Deutschlandpremiere. 2010 hatten Greg Girard und unsere Referentinnen Rinko Kawauchi und Lieko Shiga Ausstellungen im Rahmen des Festivals.
Seit 2008 stellen wir die von internationalen Experten empfohlenen besten und interessantesten Fotobuchnovitäten im Rahmen der Ausstellung „photobook.ph“ vor. Zu diesem „Photobook Award“ erscheinen von Dieter Neubert herausgegebene Kataloge.
2009 kam erstmals die Ausstellung einer erfreulich großen Anzahl qualitativ hochwertiger Fotobuch-Dummys (= Entwürfe für Bücher) hinzu, sodass wir diesen Programmpunkt seitdem als festen Bestandteil des Festivals aufgenommen haben. 2010 konnten wir erstmals Preise für die besten, von einer internationalen Jury ausgewählten Fotobuch-Dummys und die besten bei den Mappenschauen gezeigten Arbeiten vergeben.
Workshops, Verkaufs- und Infostände runden das Programm in fachlicher Hinsicht ab.
Der Kasseler Fotofrühling findet mit besonderer Unterstützung der Kasseler Firma Monochrom (www.monochrom.com) statt.